 |
Verfasst am 14.11.2004 22:33:28 Uhr † Legacy of Kain Series - Soul Reaver 3 Fanfic : Akt 2 - Der Weg zu den Säulen † Als Raziel die Spektralwelt verließ und in die materielle Welt zurückkehrte, formte sich der Raum der Kathedrale wieder in ihre wahre Gestalt und er hatte seinen Körper, seine Substanz wieder. Raziel blickte auf seine rechte Klauenhand und bemerkte, dass ihm der Reaver nicht gefolgt war. Sogar als er das erste Mal den spektralen Reaver besaß, konnte er ihn in der materiellen Welt formen, wenn er voll bei Kräften war, doch nun ging es überhaupt nicht mehr. Raziel war nicht mehr in der Lage den Soul Reaver in Erscheinung treten zu lassen, worüber er einerseits froh war, auf der anderen Seite jedoch fehlte ihm ein Teil; ein Teil seines wahren Ichs. Er wollte nicht mehr darüber nachdenken und sah sich in dem Raum um, doch Raziel erblickte meinen Schöpfer Kain nirgends. „Seltsam, ich hätte schwören können das Kain auf mich warten würde, aber er ist verschwunden, wie vom Erdboden verschluckt, äußerst eigenartig.“ sagte er mit bedrückter Stimme vor sich hin.
Erst dann bemerkte Raziel die Ruhe, die in der Kathedrale der Festung eingekehrt war. „Was ist hier geschehen? War ich vielleicht länger weg als nur ein paar Minuten?“ fragte er sich und schaute auf den Boden der Kathedrale und sah etwa drei Schritte von ihm entfernt sein menschliches Ebenbild am Boden liegen, aufgespießt und leer gesaugt durch den materiellen Reaver. Kein Tropfen Blut war auf seiner Rüstung oder im Gesicht zu erkennen, es wurde alles restlos aufgesogen. „Ich kann unmöglich sehr lange in weg gewesen sein, sonst würde mein sarafanisches Ebenbild nicht mehr dort liegen. Aber wo ist Kain? Er wusste wohl genauso gut wie ich das ich seine letzten Worte nicht mehr vernehmen konnte und trotzdem ist er geflohen, ohne mich zu informieren. So bleibt mir nichts Anderes übrig als Kain zu suchen, um so die Antworten auf meine Fragen zu erhalten, doch wo konnte er sein?“
Nachdenklich grub Raziel in seinen Erinnerungen, um mögliche Anhaltspunkte für den Aufenthaltsort von Kain rauszubekommen, bis ihm etwas einfiel: „Hmm… was sagte Malek, der Sarafanen-Krieger noch bevor ich den materiellen Reaver nahm und er mit Möbius verschwand… Der Kreis wird angegriffen… mit dem Kreis meinte er womöglich die Säulen von Nosgoth. Das ist es, bestimmt hält sich Kain dort auf um an diesem Spektakel teil zu haben. Hoffentlich komme ich nicht zuspät.“
Und so machte sich Raziel, auf den zu den Säulen Nosgoths, wo er Kain vermutete. Er trat erneut an den großen Balkon, von dem er schon einmal aus der Festung der Sarafanen floh. Er blickte zum großen See hinab, der immer noch zugefroren war. „Die Leichen der Sarafan Krieger, die ich erst vor kurzem in den Tod schickte liegen noch immer auf der dicken Eisschicht, die von ihrem Blut besudelt wurde. Eines ist merkwürdig an diesen Leichen, an einigen meiner Opfer sind Bissabdrücke am Hals zu erkennen, dies ist eindeutig das Werk von Kain, wahrscheinlich stärkte er sich mit dem Blut der toten Sarafanen.“ vermutete Raziel. Er zögerte nicht mehr lange und sprang hinab und schritt dann auf das große Eingangstor zu, das zu seiner Verwunderung immer noch offen stand. „Scheinbar hatten Möbius und seine Leute nicht mal mehr die Zeit, ihre eigene Festung zu schützen, sonst würde das Tor nicht mehr offen stehen. Es sei denn irgendwas ist vorgefallen und ich habe das ungute Gefühl, das ich dies bald in Erfahrung bringen werde. Ich frage mich, ob Möbius nicht vielleicht auch am Brennpunkt sein würde, es käme mir nur gelegen. Aber genug der Sarafanen, ich habe etwas anderes zu erledigen“ wandte sich Raziel ab. Schließlich hatte er nicht das Verlangen, in das Innere der Festung zu gelangen. Als er auf das Grün zuging, sah Raziel links von sich einen Feuerbrunnen und wollte schon wie aus Reflex den Soul Reaver erscheinen lassen, um ihn zum Feuer-Reaver zu schmieden. Natürlich gelang ihm dies nicht, da er nicht mehr im Stande war den Reaver zu rufen. „Ich muss vorsichtig weiter vorgehen, denn ohne meinen Reaver bin ich schwächer als sonst, ich frage mich, warum ich den Reaver nicht mehr erscheinen lassen kann. Hat es was mit der Berührung des materiellen Reavers zu tun? Anders kann ich mir dies nicht erklären. Ich muss auf der Hut bleiben.“ flüsterte er vor sich hin.
So machte Raziel sich weiter auf den Weg zu den Säulen von Nosgoth…
Erneut wurde er überrascht, da nicht ein Krieger von Möbius sich ihm in den Weg stellte und dachte darauf: „Was ist hier nur los? Weder in der Kathedrale noch hier in der Natur lauerten Sarafankrieger, ich kann mir darauf keinen Reim machen. Und es wäre unmöglich, dass alle vernichtet wurden, und Kain wäre nicht dazu in der Lage, so viele Krieger in so kurzer Zeit zu bekämpfen. Es muss etwas anderes dahinter stecken.“ Doch er wusste, dass ihn das Grübeln auch nicht weiter bringen würde. Raziel beschleunigte seine Schritte und erreichte dann auch bald beiden großen, stählernen Türen, die als Letztes zwischen ihm und den Säulen standen. Wie er bemerken musste waren diese Türen das erste, das nach seinem Eintritt in die andere Welt verändert wurde. Raziel aktivierte den Hebel links vom Tor und schob so die Riegel zur Seite. Dann trat er an die Türen heran und öffnete eine nach der Anderen. Raziel schritt hindurch und als er zu den Säulen von Nosgoth kam, brach in ihm großes Entsetzen aus und er konnte nicht fassen was er dort vor sich sah...
© Ben aka -Cloud- / -MaverickHunterZERO-
Verfasst am 13.11.2004 21:23:23 Uhr † Legacy of Kain Series - Soul Reaver 3 Fanfic : Akt 1 - Ein neues Erwachen †

Einmal mehr, war Raziel wieder in die spektrale Welt, der Dimension der Toten, zurückgekehrt, zu schwach um seine Form in der materiellen Welt zu halten. Er sank auf die Knie und wollte nicht glauben, dass es sein Schicksal sei, in den materiellen Reaver eingesperrt zu werden. Ungläubig und zögernd öffnete er seine Augen und sah ihn wieder, den körperlosen Reaver, welcher sich immer noch demonstrativ um seine rechte Klauenhand schlängelte. Noch immer war der Reaver ein Teil von ihm und es würde wohl auch immer so bleiben. „Werde ich denn nie von meinen Leiden erlöst werden? Warum nur Kain? Warum hast du mich gerettet, oder sollte ich lieber sagen verdammt? Wieso konntest du der Zeit nicht ihr Werk vollenden lassen und mir meinen Seelenfrieden schenken? Kain, warum nur?“ seufzte Raziel vor sich hin. Langsam beruhigte er sich und ließ seine Gedanken fallen und starrte wie hypnotisiert auf den spektralen Reaver und erkannte die ganze Wahrheit. „Was wäre wohl geschehen, wenn Kain nicht eingegriffen wäre, was wäre aus mir geworden? Ich bin mir sicher, dass es nicht das Ende meiner Leiden gewesen wäre. Ich wäre im Kreis des Schicksals gefangen gewesen und hätte immer und immer wieder das gleiche grausame und unwürdige Leben führen müssen. Tausende Male hätte ich erkennen müssen dass all meine Handlungen nicht mein freier Wille waren, sondern vom Rad des Schicksals schon lange bestimmt wurde. Ich war und werde wohl immer eine Marionette bleiben.“
Raziel erhob seinen Kopf und blickte an die Decke der Kathedrale der Festung der Sarafanen. Für Raziel wurde es Zeit, wieder in die materielle Welt zurückzukehren, denn Kain schuldete ihm noch einige Antworten und würde wahrscheinlich auf Raziel warten. Aber sein Ziel war auch noch ein anderes, denn sein sekundäres Ziel war es, das Herz der Finsternis, das Herz Janos Audrons zurückzuerlangen, denn dieser war der Einzige, der Raziel über die Bestimmung des Reavers aufklären konnte. Und wenn Raziel das Herz in seinen Besitz bringen könnte, könnte er Janos Audron wieder zu neuem Leben erwecken und so seine Antworten bekommen.
Langsam erhob Raziel seinen noch sehr schwachen Körper und konnte sich gerade noch auf den Beinen halten. „Der Reaver hatte mich wohl mehr mitgenommen als ich es je vermocht hatte. Ich kann mich sehr gut daran erinnern wie schmerzhaft es doch für mich war, als sich der materielle Reaver gegen mich wandte und mir seine Klinge in mein verwestes Leib rammte. Ich spürte nur zu gut, wie meine verschlungenen Seelen in den Blut saugenden Reaver übergingen und mit ihm verschmolzen. Eine Seele nach der Anderen entwich meiner zerstörten Hülle und machte mich schwächer und schwächer, bis ich kurz vor meinem Ende stand. Egal wie sehr ich mich auch dagegen wehrte, ich hatte keine Chance, nur Kain, mein Erzeuger konnte mich aus meinem Drama befreien und zog mir das Werkzeug des Teufels aus der Brust. Trotzdem war ich zu schwach, zu schwach um meinen Körper in ihrem materiellen Zustand zu halten und so kehrte ich wieder in meine verzehrte Welt ein, wo ich schon so oft war.“
Raziel, welcher sich nun langsam von dem Schock des Reavers erholte suchte in der Kathedrale der Festung nach Seelen die er verschlingen könnte um wieder zu Kräften zu kommen, bis er eine Stimme vernahm. „Raziel, es gibt kein Entkommen, du meinst immer du hättest einen freien Willen du kannst das Schicksal verändern, aber was du tatsächlich tust ist genau das, was ich will.“ Er erkannte die Stimme, es war die Stimme des Älteren, den scheinbaren abscheulichen, tintenfischartigem Gott, der unter den Säulen Nosgoths verweilte. „Schade, es war so schön ruhig, als ich deine Stimme nicht mehr ertragen musste. Was führst du schon wieder im Schilde?“ fragte Raziel leicht erbost. „Was ich will? Das spielt keine Rolle, denn du tust immer genau das, was meinem Willen entspricht. Raziel, mein Diener, mein Seelenfänger, du wirst deinem Schicksal nicht entkommen, denn schon bald sind alle Vampire ausgelöscht, auch Kain, der Hüter des Gleichgewichts. Auch sein Schicksal ist bereits besiegelt. Und du, wirst ewig hier in der Welt der Toten gefangen bleiben, bis in alle Ewigkeit!“ hörte man den Älteren reden. „Niemals, ich werde dir niemals dienen, denn ich habe einen freien Willen---„ betonte Raziel. „Gar nichts hast du, du arbeitest stets nach meinem Willen, nie nach deinem!“ unterbrach ihn der Ältere. „Du wirst sehen, dass du bei weitem nicht so mächtig bist, wie du es vorgibst, denn das Schicksal ist unberechenbar und auch veränderbar.“ meinte Raziel. Der Ältere antwortete darauf: „Ich wiederhole mich nur ungern, Raziel, ich bin mächtiger als du glaubst, du solltest mich nicht unterschätzen. Ich bin das sich drehende Rad des Schicksals, der reinigende Zyklus, der über Leben & Tod bestimmen kann. Ich habe dich in meiner Gnade zu neuem Leben erweckt und deine Rebellion ist dein Dank dafür? Egal was du tust, du kannst nichts an deinem Schicksal verändern, so gern du es auch willst“. „Wir werden sehen!“ fluchte Raziel und schaute sich wieder nach freien Seelen um. Der Ältere verstummte und es war wieder ruhig im Raum.
Plötzlich vernahm Raziel zwei umherwandernde Seelen frei im Raum schwebend, diese Gelegenheit nutzte er, ohne eine Sekunde zu zögern, griff nach seinem Umhang und entfernte ihn von seinem Mund, oder besser gesagt das, was von ihm noch übrig geblieben war und sog so die beiden Seelen zu sich und verschlang sie mit einem Genuss, wie er es noch nie tat. „Kaum waren die Seelen durch meinen Körper geglitten, konnte ich auch schon ihre, mächtige Energie in mir spüren und nun wusste ich, dass ich bereit war; bereit für die materielle Welt.“ dachte er in Gedanken. Er setzte seine Inneren Kräfte frei und verfestigte so langsam seinen Körper in feste Materie und tauchte langsam wieder in die wahre materielle Welt ein, ohne zu wissen, was ihn erwartete…
© Ben aka -Cloud- / -MaverickHunterZERO-
Verfasst am 12.11.2004 20:14:19 Uhr † Legacy of Kain Series - Soul Reaver 3 Fanfic : Charaktere †

Raziel:
Einst war Raziel der bedeutendste Leutnant in Kains Armee der Vampire, doch mächtige Kräfte raubten ihm Glanz und Ruhm. Auf tragische Weise verbunden mit dem Soul Reaver, folgt er einem Schicksal, das vor ewigen Zeiten bereits in Nosgoth prophezeit wurde. Der einstige Wohltäter, der sagenhafte Ältere Gott, wurde zum Feind, als Raziel versuchte, seinem prophezeiten Schicksal eine neue Wendung zu geben.

Kain:
Der grausame Vampir Kain kämpft gegen die Diener des Schicksals. Diese wollen seinen Tod, da Kain seit Jahrhunderten unbarmherzig nur ein Ziel verfolgt: Er will seinen rechtmäßigen Platz als Hüter des Gleichgewichts einnehmen und Nosgoth unterwerfen. Und Raziel, dessen ist sich Kain sicher, ist der Schlüssel für seinen Triumph. Bewaffnet mit dem legendären Reaver, der Klinge, die eines Tages Raziels ewiges Gefängnis sein wird, macht sich Kain in den Trümmern der Geschichte auf die Suche nach seinem wahren Schicksal.

Der Ältere (The Elder):
Um die Herkunft des alten Gottes ranken sich düstere Mythen. Seine Existenz blieb den meisten Bewohnern Nosgoths verborgen. Doch seine schleimigen Tentakeln winden sich durch die dunklen und verborgenen Ecken von Nosgoths Unterwelt und sein Einfluß ist in ganz Nosgoth spürbar. Er war es auch, der Raziel aus dem Abgrund holte, um in Raziel seinen Rache-Engel zu schaffen. So trieb er Raziel an, den Vampiren ihre finsteren Seelen zu entreißen, um damit das siechende Land aus der tödlichen Umklammerung Kains zu befreien. Der Ältere ist eine Art uralte Gottheit. Er war es, der Raziel wiedererweckte, als dieser auf Befehl Kains in den Abgrund geworfen wurde. Er hasst Vampire, weil diese unsterblich sind und deswegen ueber keine Seelen verfuegen, die er im Rad des Schicksals drehen kann.Sich Raziels Hass gegen Kain und seine Brüder zunutze machend, schickt er ihn los, um diese zu töten. Raziel wird zum Soul Reaver des Älteren. Als Raziel Kain durch die Zeit folgt, trifft er auch den Älteren wieder in seiner wahren Gestalt. Als tintenfischartiges Wesen unterhalb der Säulen. Er erfährt auch, dass Möbius dem Älteren dient und widersetzt sich immer mehr den Befehlen des Älteren. Raziel beginnt daran zu zweifeln, dass der Ältere wirklich soviel Macht über ihn hat. Während er durch die Zeit reist, trifft er immer wieder auf den Älteren und bemerkt auch sehr interessante Veränderungen. Je weiter er in die Zukunft reist und je weiter die Zerstörung der Säulen vorangeschritten ist, desto größer wird der Ältere.

Moebius:
Moebius ist eines der ältesten Mitglieder des Zirkels der Neun, dem Zusammenschluss mächtiger Magier, die sich dem Schutz der Säulen Nosgoths verschworen haben. Als Hüter der Säule der Zeit hat der Zeitstromlenker Moebius die Macht, den Lauf der Zeit und der Geschichte zu verändern. Möbius, Hüter der Zeit, wird auch der Verschwörer Nosgoths oder Orakel genannt. Er ist bekannt für seine Verschwörungen, die sich über die Jahrhunderte hinziehen. Einst zwang er Kain in die Vergangenheit zurückzureisen um die Geschichte zu ändern, indem er den Märtyrer Prinz William ermordet. Möbius nutzte dies aus um einen Kreuzzug gegen die Vampire zu starten

Vorador:
Vorador, der älteste und mächtigste noch lebende Vampir Nosgoths, war Zeuge der Ausrottung seiner Rasse durch Moebius' Vampirjäger.
Im Laufe des Kreuzzuges der Sarafanen rächte sich Vorador an den Magiern des Zirkels der Neun, die die Verfolgung der Vampire unterstützt und seinen Herrn, den berüchtigten Janos Audron, ermordet hatten. Danach wandte er sich von der Welt und den Menschen ab, da er diese für kaum mehr als wilde Tiere hält.

Janos Audron:
Der letzte Überlebende der Vampirrasse aus Nosgoth. Auf dem Höhepunkt der Vampirverfolgung fiel Janos den Sarafan zum Opfer. Sie rissen ihm das Herz aus dem Körper und nahmen es mit sich als Trophäe. Seither ist es bekannt als “Herz der Finsternis”. Das Herz wurde zur legendären Reliquie, seine geheimen Kräfte sollen in der Lage sein, die Vampirrasse zu erneuern.
Als Hüter des Reaver, kennt Janos als einziger die Wahrheit von Raziels grausamen Schicksal und seinem Lebensweg, der schon in der Schmiede bestimmt wurde. Doch Janos nahm sein Geheimnis mit in den Tod.

Ariel:
Ariel galt als die Herrscherin über den Zirkel der Neun und war die Wächterin der Säule des Gleichgewichts. Doch der Kreis wurde von dunklen Mächten unterwandert, fiel einer Verschwörung aus ihren eigenen Reihen zum Opfer: der Necromancer Mortanius ermordete Ariel. Mortanius war von einem Dämonen besessen, der ihn zum Sturz des Kreises zwingen wollte.
Die Trauer um Ariels Tod trieb ihren geliebten Nupraptor, den Wächter der Säule des Geistes, in den Wahnsinn. In seinem Wahn sandte er eine telepathische Schockwelle aus, welche die übrigen Wächter des Zirkels in große Verwirrung stürzte. Korrumpiert durch die düsteren Gedanken Nupraptors begannen die Wächter damit, ihre Kräfte für das Böse einzusetzen und überließen die Säulen schutzlos ihrem Schicksal. Aufgrund der symbiotischen Verbindung zwischen den Säulen des Zirkels und ihren Wächtern, sogen auch diese das Dunkle in sich auf und begannen zu verrotten. .
Kain wurde in diese verdorbene Welt hineingeboren. Er galt als der Nachfolger Ariels, doch er lehnte es ab, sich für den Erhalt der Säulen zu opfern. Als Geistererscheinung ist Ariel dazu verdammt, ruhelos die Säulen heimzusuchen. Bevor das Gleichgewicht der Kräfte nicht wieder hergestellt ist, wird sie keine Erlösung finden.
© Ben aka -Cloud- / -MaverickHunterZERO-
© Bilderquelle: Legacy of Kain.de
Verfasst am 08.11.2004 21:31:20 Uhr † Legacy of Kain Series - Soul Reaver 3 Fanfic : Vorgeschichte †
Nachdem Kain die Herrschaft über Nosgoth an sich gerissen hatte, erschuf er sich sechs Statthalter, mit deren Hilfe er das Land regieren wollte.
Tausend Jahre lang standen seine Söhne mit ihren Clans an seiner Seite und die Menschheit wurde an den Rand der Ausrottung getrieben.
Mithilfe von Sklaven wurde das Land nach vampirischen Idealen umgewandelt... Die Sonne wurde verdunkelt von dem Rauch neu errichteter Maschinerien und um die zerstörten Säulen herum wurde das Heiligtum der Vampire aufgebaut, deren Zentrum die Säule des Gleichgewichts darstellte: Kains Thron.
Über diese tausend Jahre hinweg wuchs die Macht der Vampire. Sie veränderten sich und legten nach und nach ihre physischen und psychischen Schwächen ab um zu etwas "gottgleichem" zu werden.
Stets entwickelte Kain sich zuerst, ehe seine Söhne und deren Kinder ebenfalls von der Veränderung ergriffen wurden. Eines Tages jedoch wagt es sein ältester Sohn, Raziel, vor ihm in den Zustand der Metamorphose einzugehen: Ihm wachsen Flügel.
Kain, der darüber erzürnt ist, reißt sie ihm aus und lässt ihn kurz darauf Hinrichten, indem er ihn von seinen Brüdern in den See der Toten, den Vortex Nosgoths werfen lässt.
Nachdem Raziel in den Wassern des Sees verstorben ist, findet er sich an dessen Grund in der spektralen Welt wieder, die Dimension der Toten. Dort macht er auch die erste Bekanntschaft mit dem Älteren Gott, einer riesigen, tintenfischgleichen Gottheit, die sich als "Das Rad des Schicksals" vorstellt. Er erzählt Raziel von der Plage, die die Vampire in Nosgoth darstellen. Auch schürt er den Hass des entstellten und gequälten Ex-Vampirs und treibt ihn dazu an, zurück in die Welt der Lebenden zu kehren um dort Rache an seinen Mördern zu üben.
Nachdem Raziel gelernt hat, dass er sich fortan nicht länger von Blut, sondern von Seelen zu ernähren hat, macht er sich auf die Suche nach seinen Peinigern - er ist fest entschlossen Kain und seine verbliebenen fünf Geschwister zu töten. Der Ältere öffnet ihm den Weg zurück ins Leben zu kehren.
Als Raziel zum ersten Mal nach seiner Hinrichtung die materielle Welt betritt, muss er feststellen, dass bereits weitere tausend Jahre vergangen sind und Nosgoth sich von Grund auf verändert hat. Das Land ist wüst und verfault und das Geschlecht der Vampire, Kains Kinder, sind zu hungernden Monstern geworden, die nur ihrer Blutgier folge leisten. Neugierig, was sich in der Zeit seiner Abwesenheit getan hatte, sucht Raziel zu aller erst seinen eigenen Clan auf, nur um festzustellen, dass mit ihm auch alle seine Nachkommen umgebracht worden sind.
Wütender als zuvor macht er sich auf um Kain zu finden. Da ihm aber zunächst der Weg in das Heiligtum, dort wo Kain sich aufhalten musste, verwehrt ist, muss Raziel zuerst die Domäne seines jüngsten Bruders Melchiah aufsuchen. Dieser ist zu einem riesigen Monster geworden, welches die Häute seiner menschlichen Opfer am Körper trägt um sein verwesendes Fleisch zu bedecken. Nachdem Raziel seinen Bruder zur Strecke gebracht hat, erhält er von ihm die Gabe in der spektralen Ebene durch Gitterstäbe hindurch zu gleiten.
Nun kann er das Heiligtum betreten. Er trifft dort auch tatsächlich auf Kain. Dieser jedoch ist alles andere als überrascht ihn wieder zu sehen und zeigt sich keinesfalls beeindruckt. Nach einem kurzen Kampf geht Raziel schließlich als Verlierer hervor und Kain hebt sein Schwert, den Soul Reaver, um damit seinen ältesten Sohn vollends zu töten. Die Klinge jedoch bricht über Raziels Haupt und Kain verschwindet.
Was er zurück lässt ist eine spektrale Form des Soul Reavers. Als Raziel sich ihrer bemächtigt verschmilzt sie mit ihm und wird ein Teil seiner Seele, ein Geisterschwert.
Seines Hasses noch immer nicht entledigt streift Raziel weiter durch das Land.
Als nächstes sucht er die Kathedrale auf, in welcher sich sein zweitjüngster Bruder, Zephon, mit seinen Nachkommen eingenistet hatte, auf. Zephon war zu einer gigantischen, spinnenartigen Kreatur mutiert. Nach seinem Tod erlangt Raziel die Fähigkeit Wände zu erklimmen.
Ausgerüstet mit dieser neuen Gabe macht er sich auf den Weg zu der Versunkenen Abtei, der Domäne seines Bruders Rahab.
Auf dem Weg dorthin macht Raziel jedoch eine erschütternde Entdeckung: Er findet die Grabstätte der Serafanen, einem Orden von Kriegspriestern die das Land einst von Vampiren gesäubert hatten. Dort erkennt er, dass Kain einst das Grab schändete und die sechs Leichen entwendete um daraus Raziel und seine Geschwister zu kreieren. Entsetzt und empört darüber, das Kain seine menschliche Reinheit auf so ironische Art und Weise entweiht hat setzt Raziel seinen Weg fort.
Unterwegs trifft er auf einen Wächter seines ältesten Bruders Turel.
Durch ihn erlangt er die Gabe Energieprojektile zu verschießen.
Schließlich erreicht er die Versunkene Abtei und stellt sich dort seinem drittjüngsten Bruder Rahab, durch dessen Seele er die Fähigkeit sich im Wasser zu bewegen erlangt.
Ausgestattet mit dieser neuen Gabe machte Raziel sich fortan auf den Weg zu Dumah, seinem zweitältesten Bruder. Dumah war einer der beiden gewesen, die ihn in den Vortex geworfen hatten.
Als er seinen Bruder schließlich erreicht, muss er feststellen, dass er zu spät gekommen ist: Dumah ist bereits vor langer Zeit von Vampirjägern hingerichtet worden. Seine Seele jedoch ist für Raziel nun unerreichbar.
Er belebt Dumah wieder und tötet ihn anschließend selbst. Mithilfe seiner Seele erlangt Raziel die Fähigkeit der Pressens.
Nun kann Raziel Kain wieder gegenüber treten.
Er sucht die Höhle des Orakels auf, wo er auch seinen verhassten Erschaffer wieder trifft. Nach einem schweren Kampf, in welchem Kain beinahe umkommt, verschwindet er in einem Zeitportal. Raziel folgt ihm rasch und entzieht sich damit dem Einflussbereich des Älteren.
Auf der anderen Seite des Tores, trifft er auf Möbius, dem ehemaligen Hüter der Zeit...
Raziel erinnert sich an die alten Geschichten, die Kain ihm und seinen Brüdern vor Jahrhunderten erzählte. Möbius, der hinterliste Zeitstromlenker, der Kain dazu zwang, in der Geschichte Nosgoths zurückzureisen, um den jungen König William zu töten. Möbius, der den Mord an König William dazu nutzte, seinen blutigen Kreuzzug gegen die Vampire zu starten. Möbius, der von Kain damals enthauptet wurde. Bevor Raziel noch seine Geisterklinge beschwören kann um Möbius erneut zu vernichten, setzt dieser mittels seines Stabes die spektrale Klinge Raziels außer Gefecht.
Im Verlauf des darauf folgenden Gespräches, erfährt Raziel, das Möbius einer der drei Hüter war, die einen Angriff des Vampirs Vorador überlebten. Möbius schickt Raziel anschließend zu den Säulen von Nosgoth, wo sich auch Kain aufhalten soll. Auf seinem Weg durch die Festung, entdeckt Raziel einen Altar, wo auf die Materielle Hülle des Soul Reavers trifft. Seiner Sache nicht ganz sicher, berührt Raziel den materiellen Reaver, der daraufhin zum Leben erwacht. Der spektrale Reaver, der noch immer gelähmt war vom Stabe Möbius, umwickelt den materiellen Reaver und setzt diesen wieder zusammen. Gleichzeitig stärkt die Geisterklinge auch ihre eigene Kraft, sodass Raziel sie von nun an immer rufen kann, egal wie angeschlagen er auch sein mag. Raziel verlässt die Festung der Sarafanen und begibt sich zu den Säulen von Nosgoth, wo er tatsächlich auf Kain trifft. Dieser eröffnet ihm, absolut nicht überrascht von Raziels Ankunft hier, das diese Zusammenkunft hier, ihr vorbestimmtes Schicksal war. In dem Moment, als Kain Raziel zeigt, was er genau meint, zerfallen die Säulen von Nosgoth. Während Kain versucht Raziel zu erklären, das dieses Ereignis, der Zerfall der 9 Säulen ihre ganze Geschichte verändert hat, behaart Raziel darauf, das nur der Tod Kains, das Gleichgewicht der Welt wiederherstellen kann. Allerdings beginnt in Raziels Gedanken schon der Zweifel zu keimen, das wirklich der Tod Kains alles verändern würde, denn, obwohl er die Möglichkeit dazu hat, tötet er Kain nicht. Ruhelos streift Raziel weiter durch das noch unberührte Land von Nosgoth, bis er in einer unterirdischen Höhle, die scheinbar direkt unter den Säulen liegt, auf den Elder trifft. Auch findet Raziel in dieser Höhle viele eigenartige Wandmalereien vor, die alle von der Rasse der Geflügelten, der Erschaffung der Säulen und dem großen Krieg der Alten gegen einen unbekannten Feind erzählen. Der Elder versucht, wie schon Möbius, Raziel daraufhin anzuspornen, Kain zu finden und zu töten. Den Befehlen des Elders überdrüssig geworden, führt Raziels Weg ihn weiter in den Sumpf, wo er auf den Vampir Vorador trifft. Raziel erhofft sich zwar einige Antworten von diesem, wird aber von Vorador enttäuscht. Lediglich der Schöpfer von Vorador, der letzte der alten Rasse, Janos Audron, könnte Raziels Fragen beantworten. Doch Janos Audron starb vor mehr als 500 Jahren durch die Hände der Sarafanen. Mit diesem Wissen ausgestattet, kehrt Raziel in die Festung der Sarafanen zurück, wo er am Grabe König Williams auf Kain trifft. Kain übergibt Raziel den Materiellen Reaver, der sich in Raziels Händen selbstständig macht, und versucht, Kain zu töten. Nur mit Mühe gelingt es Raziel dem Drang des Reavers zu wiederstehen. Und kurz bevor der Reaver die Kontrolle gewinnt, holt Raziel aus und stößt das Schwert tief in das Grab von William. Erneut verschwindet Kain und Raziel durchstreift weiterhin die Festung der Sarafanen, bis er schließlich wieder auf Möbius stößt. Raziel zwingt Möbius mittels des Reavers dazu, einen Weg durch die Zeiten für ihn zu öffnen, damit Raziel zu Janos Audron gelangen könnte. Zwar öffnet Möbius einen Weg durch die Zeit, allerdings nicht in die Vergangenheit, sondern in die düstere Zukunft von Nosgoth. Hier trifft er dann auf die "Seele" von Möbius, der ihm die Schuld am jetzigen Aussehen Nosgoths gibt. Alles nur, weil Raziel sich weigerte, Kain zu töten, als er die Chance dazu hatte. Raziel lässt sich von den Worten Möbius´ in keinster Weise beeinträchtigen und verlässt die heruntergekommene Festung der Sarafanen. Sein Weg führt ihn in die Berge von Nosgoth, wo er auch zum Versteck von Janos Audron kommt. Allerdings ist das Versteck vollkommen zerstört, sodass Raziel keine Möglichkeit hat, den Ort zu betreten. Nachdem er auch wieder Kain begegnet ist und dieser Raziel dazu ermutigte, Janos Audron zu finden, entedeckt Raziel im Sumpf ein weiteres Zeitstromgerät, das ihn nun sicher durch die Zeit, in das Zeitalter von Janos Audron transportiert. Zwar sieht das Versteck von Janos so aus, als könnten nur Geflügelte es erreichen, aber Raziel findet trotz allem einen Weg in das Versteck und schließlich auch zu Janos Audron. Als dieser ihn erblickt, erkennt er in Raziel die Kreatur aus den alten Prophezeihungen wieder. Janos erklärt Raziel, das er der Retter Nosgoths wäre und Janos für ihn die Waffe der Erlösung, den Soul Reaver hüten würde. Daraufhin zeigt Janos ihm den materiellen Reaver. Bevor Janos aber weiter erklären kann, was es mit Raziel und dem Reaver auf sich hat, wird das Versteck von den Sarafanen gestürmt. Wie sich herausstellt, sind die sarafanischen Angreifer Raziels frühere, menschliche Kameraden und er selber. Janos kann zwar Raziel vor den Sarafanen in Sicherheit bringen, wird aber dann von diesen überwältigt. Mittels des Stabes von Möbius, lähmen sie Janos und reißen ihm bei lebendigem Leibe das Herz heraus. Bei ihrer anschließenden Flucht aus dem Versteck nehmen sie außerdem noch den Reaver mit sich. Außer sich vor Zorn, getrieben von einer neuen Gier nach Rache, stellt Raziel seinen ehemaligen Kameraden nach und verfolgt sie bis in die Festung der Sarafanen zurück. Dort, traf er erneut auf Möbius, der wiederum mittels seines Stabes den spektralen Reaver blockiert. Ohne seine Klinge bleibt Raziel nur der Materielle Reaver der hier aufgebahrt liegt. Vom Hass des Reavers beflügelt, stellt Raziel seinen Brüdern nach und tötet einen nach dem anderen, bis er schließlich auch auf sein sarafanisches Ich trifft. Nach einem harten, erbarmungslosen Kampf besiegt Raziel den Sarafan Raziel und rammt ihm den Reaver in die Brust. Nach dem Tod des Sarafanen wendet sich der Reaver gegen Raziel und versucht ihn in die Klinge zu zerren. Allerdings erscheint Kain rechtzeitig auf der Bildfläche und bewahrt Raziel vor der Versiegelung im Schwert. Geschwächt durch den Angriff des Reavers, ist Raziel nicht mehr länger in der Lage, seine Hülle aufrecht zu erhalten. Ohne die warnenden Worte Kains zu hören verschwindet Raziel in der Geisterwelt. Dort muss er erkennen, dass er seinem Schicksal, Teil des Soul Reavers zu werden nicht entkommen kann, weil die spektrale Klinge, die er als seine symbiotische Waffe stets stets bei sich trug, in Wirklichkeit seine eigene, gefangene Seele war. Die Geschichte verabscheut nun mal, ein Paradox.
© Ben aka -Cloud- / -MaverickHunterZERO-
Verfasst am 05.11.2004 19:06:20 Uhr † Chapter 1 - Wie alles begann † Es begann an einem gewöhnlichen Tag, wie jeder andere auch, das Wetter war trüb, alles war grau in grau gehalten, es regnete bereits seit Tagen, das Wasser rinnt von den Dächern der Stadt…es war ungefähr halb 11 am Mittag an der Miyoshi Highschool, die Glocke läutete und die Pause begann…Nicht viele Schüler waren begeistert darüber, das ihnen das Wetter so schlecht mitspielt…aber es gibt auch Schüler, denen das Wetter wirklich gut passt…der 19jährige Schüler Yosuki, ein junger Mann, der wohl nur das Leid zu kennen schien, begab sich heimlich nach draußen und verließ das Schulgelände, seine Mitschüler riefen ihm hinterher „Hey Yosuki, wenn du jetzt abhaust, gehen wir das dem Rektor sagen und du wirst von der Schule fliegen! Kommt Jungs, machen wir uns auf den Weg!“ Er dachte im Stillen vor sich hin „Mist, wenn das meine Eltern erfahren, kann ich einpacken…“. Yosuki´s Mitschüler hegen schon immer einen tiefen Groll gegen ihn, sie sind der Ansicht, das Yosuki anders sei als sie. Allerdings störte ihn das recht wenig, denn er ist es gewohnt, gepeinigt & gequält zu werden. Er machte sich im strömenden Regen auf den Weg zu einer alten abgelegenen Bibliothek. Der Regen ließ nicht nach und der dichte Nebel beschränkte die Sicht sehr stark. Was Yosuki allerdings nicht ahnte war, das ihm eine dunkle Gestalt unerkannt folgte. Als er bei der alten Bibliothek ankam waren seine schwarzen Klamotten von oben bis unten hin durchnässt und seine längeren schwarzen Haare verdeckten sein Gesicht.
Plötzlich öffnete sich die Eingangstür der Bibliothek wie von Geisterhand. Erschrocken betrat er die Bibliothek, welche im inneren ein wenig unheimlich aussah. Ein alter Mann, der alte Oyamo, Besitzer der Bibliothek, der gerade einige neue Bücher wegsortierte bemerkte, das jemand die Bibliothek betrat, er sah Yosuki und sagte „Bist du nicht Yosuki Kinato? Entschuldige meine Frage, ich bin etwas älter und kann mir nicht mehr soviel merken wie damals als ich noch so alt wie du war. Das Buch über Schwarze Magie, auf welches du gewartet hast ist heute eingetroffen, es ist da hinten im 3.Bücherregal links“ „Okay, danke Oyamo!“ antwortete Yosuki, warf dem Alten einen kalten Blick zu und machte sich auf den Weg zum besagten Bücherregal. Er beschäftigte sich viel mit Schwarzer Magie & Hexerei, es war sein größtes Hobby. Gerade deshalb halten ihn fast alle für anders. Die dunkle Gestalt, welche Yosuki folgte, betrat in diesem Augenblick ebenfalls die Bibliothek, aber niemand merkte sie. Sie lehnte sich an eines der Bücherregale und beobachtete Yosuki. Er, von Natur aus schüchtern & vorsichtig, schreckte plötzlich auf und spürte das ihn jemand beobachtete. „Wer ist da? Zeig dich!“ rief Yosuki leicht verängstigt. „Niemand da, eigenartig, mir war so als hätte ich jemanden gesehen“ sagte er leicht verängstigt vor sich und ging weiter und kam am Regal an, welches sein Buch beinhalten sollte. Ungeduldig prüfte er die Buchtitel, es war zwar alles sein Geschmack, aber er wollte unbedingt das Buch, auf das er seit Monaten wartete. Nach längerem Suchen fand er das Buch, zog es aus dem Regal und bestaunte das Buch mit der Aufschrift „Der Ursprung der Schwarzen Magie“.
Er merkte, dass das Buch schwerer ist als ein normales Buch, aber als er reinschauen wollte, piepte seine Armbanduhr, welche ihm signalisierte, dass die Pause um war. Er packte das Buch in seine Tasche und machte sich im Eiltempo auf den Weg zurück zur Schule. „Junger Mann, nun übertreib es mal nicht, du hast dein Leben doch noch vor dir“ rief ihm Oyamo hinterher, aber Yosuki konnte ihn nicht hören. Er sprintete zurück zur Miyoshi Highschool und stammelte vor sich hin „Hoffentlich komme ich nicht zu spät, das könnte sonst verdammt viel Ärger geben“. Die Dunkle Gestalt hingegen war verschwunden, wie vom Erdboden verschluckt.
Als Yosuki vor der Schule ankam musste er mit entsetzen ansehen, dass das Tor der Schule geschlossen war, er kam also zu spät. „Verdammter Mist, ich bin so gut wie tot!“ sagte Yosuki verzweifelt vor sich hin. Trotz aller Mühe kam er zu spät. Traurig & niedergeschlagen machte er sich auf den Weg nach Hause, Angst davor, was ihm zuhaus wohl widerfahren könnte, sein Vater ist vor einigen Monaten gestorben und seine Mutter ist der Teufel in Person. Er verfiel in Angst, welche ihn blind macht und ihn zusätzlich schwächt. Je näher er seinem Wohnsitz kam, desto verängstigter wurde er.
Kurz bevor er jedoch ankam bemerkte er mit erleichtertem Blick, das der Wagen seiner Mutter nicht da war. Sie war also nicht da, was ihn aufatmen ließ. Er lief blind drauf los und kollidierte mit einer anderen Person, einem Mädchen. Sie schrie auf „Sag mal spinnst du? Kannst du nicht aufpassen!?“ als Yosuki wieder oben auf war, merkte er, das sein kostbares Buch während der Kollision aus seiner Tasche fiel und sagte dem Mädchen „Sorry, tut mir echt Leid, kommt nicht wieder vor“. Das Mädchen, welches sehr lange schwarze & schöne Haare hatte, sah Yosuki´s Buch auf dem Boden, las den Buchtitel und sagte „Schon okay, es geht ja wieder“ und fragte zusätzlich „Ursprung der Schwarzen Magie? Seit wann lesen auch Jungen so etwas? Find ich ja cool, ich liebe Schwarze Magie! Wie heißt du eigentlich?“ „Mein Name ist Yosuki Kinato, Schüler an der Miyoshi Highschool und wie heißt du?“ fragte er schüchtern & verlegen. „Wie süß, warum denn so schüchtern? Ich heiße Tokomi Maji, bin 16 Jahre alt, freut mich dich kennen zu lernen, tut mir Leid das ich so überempfindlich reagiert hab, das war nicht böse gemeint“ „Schon okay, ich bin es gewohnt so behandelt zu werden, naja, ich will dann mal reingehen, mein neues Buch lesen.“ sagte er mit völlig errötetem Gesicht. „Boah, und mich lässt du hier draußen im Regen stehen?!? Lass mich doch bitte mit reinkommen…“ sagte sie mit einem unverkennbaren Blick. „Hmm…na von mir aus, komm rein“, seufzte Yosuki vor sich hin. „Danke!“ rief Tokomi vor Glück und umarmte Yosuki ganz ausversehen. „Tschuldigung, war so ein Reflex“ sagte sie, als er nur völlig rot angelaufen und fassungslos da stand.
Tokomi & Yosuki gingen in das Haus der Kinato´s, direkt in Yosuki´s Zimmer, welches er sich von einigen Monaten zu einem flexiblem Hobbyraum ausbaute. Sie fragte „Gehört das alles hier dir?“ worauf er antwortete „Ist alles meins, ich habe Jahre damit verbracht, das ganze Zeug zusammen zu sammeln, ist halt mein Hobby musst du wissen.“ Er nahm das Buch aus seiner Tasche, reinigte es etwas vom Dreck und fragte zögernd „Du, Tokomi?“ „Ja? Was ist?“ „Kennst du dich denn auch mit Schwarzer Magie aus?“ fragte er weiter. „Aber natürlich, ich bin eine Schwarze Hexe, “ protzte sie „…warum fragst du?“ „Naja, bisher kenne ich nur mich selber, der sich für Magie interessiert, hätte nicht gedacht, mal jemanden mit derselben Interesse zu treffen.“ meinte Yosuki verwundert. Tokimi fing an zu lächeln „Tja, jetzt kennst du einen Menschen mehr, ist das nicht was?!?“ Er hingegen hörte ihr nichtmehr zu, sein Buch schien ihm wichtiger gewesen zu sein. „Typisch Mann, lässt den weiblichen Besuch einfach links liegen!“ regte sie sich erzörnend auf, was Yosuki kalt ließ. „Hast du was gesagt?“ fragte er unwissend. Tokimi rastete aus vor Wut, riss ihm das Buch aus der Hand und zog es ihm über den Kopf, wobei aus dem Buch ein kleines goldenes, mit Edelsteinen überzogenes Kästchen rausfiel. Yosuki war bewusstlos geworden und Tokomi dachte im Stillen „Das hast du nun davon, Herr von & zu Ignorant,“ doch plötzlich bemerkte sie das Kästchen, das aus dem Buch fiel „oh…was ist denn das? Sieht wunderschön aus, Yosuki wird wohl nichts dagegen haben, wenn ich mir das Kästchen mal ausleihe. Ich sollte verschwinden bevor er wieder zu sich kommt…“ seufzte sie mit einem verschlagenen Blick, nahm das Kästchen und ihre Tasche und verschwand. Yosuki blieb allein mit dem Buchumschlag in seinem Zimmer zurück, noch völlig nichtsahnend.
Draußen hörte es nicht auf zu regnen und es wurde langsam dunkel, als Tokomi bei sich zuhause ankam. Das Haus der Familie Maji, welches einer prachtvollen Villa ähnelte, lag etwas außerhalb der Stadt, sehr abgelegen. Das Anwesen der Maji´s strahlte eine mysteriöse Atmosphäre aus, so dass sich bisher kaum niemand auf das Anwesen wagte. Es war von einem dunklen Nebel umgeben, der Garten war verkommen und ähnelte einem Urwald. Zwar ist die Familie Maji reich, aber dennoch kümmerte es sie nicht, was in ihrer Umgebung geschah, Tokomi´s Eltern hatten nur ihre Geschäfte im Kopf, sie waren schon des öfteren in illegale Geschäfte mit dem Untergrund verwickelt. Es war an sich eine abartige Famile, die einzigen Ausnahmen waren Tokomi und ihr großer Bruder Gary, der sich momentan auf einer Weltreise befindet. Der 23jährige Gary war der einzige Mensch, mit dem Tokomi wirklich reden konnte, sie konnte ihre Familie nicht ausstehen und ihr Bruder war genau derselben Meinung. Sie wollten nichts mit der eigentlichen Familie zu tun haben, aber da Tokomi nicht volljährig war, war sie gezwungen, sich der Familie unterzuordnen.
Sie war genau wie Yosuki, ausgestoßen und abgelehnt, weil sie so ist wie sie war. Es gab nicht viele Menschen die sich an Tokomi heranwagten, wobei man bei ihr nichts befürchten musste, normal war sie sehr schüchtern aber doch sehr temperamentvoll.
Aber niemand bemerkte dies…

© Ben aka -Cloud- / -MaverickHunterZERO-
|
|
 |
| | | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | | 20 | 21 | 22 | 23 | 24 | 25 | 26 | | 27 | 28 | 29 | 30 | 31 | | |
|
|